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Susanne Rauschenbach | Kleine Zeitung

Fürstenfeld: Grüne stellen sich gegen Baupolitik

Die Fürstenfelder Grünen kritisieren nicht nur den Bau von 130 Parkplätzen in der Feistritzgasse, auch mit der Baupolitik in der Stadt sind sie nicht einverstanden. Klima und Umwelt hätten darin keinen Platz, Wachstum könne es nicht um jeden Preis geben.

Die derzeit im Bau befindlichen Parkflächen in der Fürstenfelder Feistritzgasse – 130 Parkplätze sollen dort noch heuer fertiggestellt werden – stoßen den Grünen sauer auf. „Wir versiegeln und bebauen zu viel“, sagt der Grüne Vizebürgermeister Harald Peindl. Zwar stelle man sich nicht per se gegen den Parkplatzbau, fordere aber „klimafittere Parkflächen“. Mit der Widmung, die noch unter Ex-Bürgermeister Werner Gutzwar über die Bühne gegangen ist, ist man zwar einverstanden, damit, dass man dort „jeden Millimeter verbaut“, allerdings nicht. „Wir sollten bessere Lösungen finden und Grünflächen erhalten“, fordert Peindl.

Leerstände erheben

Das lässt sich, seiner Meinung nach, auch gleich weiter auf den Wohnungsbau umlegen. „Es wird permanent gebaut“, weiß er und erinnert an die Grünflächen bei den Parkvillen, die Wohnungen weichen mussten. „Wir stellen uns gegen die Baupolitik. Ich möchte eine Rechnung sehen, was ein Neubau bringt und wann wir in die Gewinnphase kommen“, sagt er. Konkret wollen die Grünen im heurigen Jahr den Leerstand, inklusive jenes der Gemeindewohnungen, erheben. Fürstenfeld müsse nicht um jeden Preis die 10.000er-Marke bei den Einwohnerzahlen knacken. „Es kann Wachstum nicht um jeden Preis geben. Wenn, dann in nachhaltiger Weise.“

An Klima und Umwelt gelte es aber nicht nur im Baubereich zu denken. „Es braucht endlich ein Carsharing„, sagt Peindl und spricht von zwei bis drei Autos, die die Gemeinde dafür noch heuer zur Verfügung stellen möchte. „Wir müssen einfach neue Wege gehen„, ist er sich sicher und hofft, dass es gelingt, in diesen Fragen künftig auch die Bürger stärker zu sensibilisieren und einzubinden.

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