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Wer Grün will, muss Grün wählen

Für uns Grüne war das Wahldebakel bei der Nationalratswahl ein schwerer Rückschlag und nicht gerade eine Stärkung für unsere Gemeindearbeit. Über die Ursachen der Wahlniederlage wurde viel geschrieben und noch mehr diskutiert.

Viele Fehler gemacht...

Sich in Randthemen zu verlieren und wichtige Themen zu vernachlässigen, gepaart mit einer Portion Selbstherrlichkeit anstatt das Vermitteln klarer Botschaften - gerade in einer Zeit der Unsicherheit vieler Menschen – sind nur ein Teil der vielen Fehler, die gemacht wurden.
Unsere Aufgabe wird sein, glaubwürdig zu vermitteln, dass wir die Niederlage verstanden und dieses Wahldebakel selbst verschuldet haben.

Dankbar für Beiträge...

Wir Fürstenfelder Grünen sind daher dankbar über viele Beiträge und Reaktionen aller Menschen, um uns weiter zu öffnen und Klarheit und Verständnis zu bekommen. Denn klar ist mir noch immer nicht, warum gerade Parteien, die den Wahlkampf auf wenige Themen reduziert (zum Beispiel Flüchtlingskrise, Steuersenkung) und die in der Vergangenheit viele, noch nicht aufgearbeitete und nicht bezahlte Skandale verursacht haben, als Wahlsieger hervorgegangen sind.

Genau aus diesen und vielen anderen Gründen wäre eine starke Opposition unter Mitarbeit von uns Grünen im Parlament äußerst wichtig gewesen. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass das 'Grüne Projekt', nämlich für ein sozialeres, ökologischeres, emanzipatorischeres und demokratischeres Österreich einzutreten, nicht
zerstört werden kann.

Viele, auch Nicht-Grüne und Ex-Grüne, empfinden unser
Abgehen von der parlamentarischen Bühne als Verlust,
trotz anderer Ansichten, Enttäuschung oder auch
Wut über die Grünen. Sie gehen gerade einen Schritt auf
die Grünen zu. Den nächsten Schritt müssen aber die Grünen
machen.

Karl Öllinger
Ex-Nationalratsabgeordneter der Grünen, im „Profil“

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