Feinstaubbelastung zum Jahreswechsel

Staub ist an sich ein natürlicher Bestandteil unserer Luft. Man unterscheidet Groß- und Feinstaub. Unter „Feinstaub“ versteht man Partikel, die kleiner als 10 Mikrometer (abgekürzt µm, entspricht dem Millionstel eines Meters: 1 µm = 106 m = 0,000 001 m). Das ist zehnmal kleiner als die Dicke eines Haares. Diese kleinen Partikel sind „atembar“ (= PM10) und somit „Feinstaub“. Umso kleiner die Partikel jedenfalls sind, umso gefährlicher sind sie für uns Menschen. Feinstaub, der kleiner ist als  2,5µm, kann bis in die Lunge vordringen.

Verursacher für Feinstaub:

Hauptverursacher sind der Verkehr, der Hausbrand mit alten Kohle- und Holzöfen und die Industrie. Der Feinstaubanteil des Verkehrs stammt zum größten Teil von Diesel-Kfz und vom Straßenstaub. Der Industrieanteil kommt in erster Linie von der Bauindustrie (Baumaschinen, Bautätigkeit …)

Wie die Übersichtskarte des Umweltbundesamtes zeigt, ist der Osten Österreichs, damit auch unsere Region, ein „Feinstaubsanierungsgebiet“ (Sanierungsgebiete gemäß § 10 Immissionsschutzgesetz – Luft (IG-L)

Während des Jahres gibt es traditionsgemäß zwei „Hotspots“ beim Feinstaub: Jahreswechsel und Osterfeuer. In der Zeit zwischen dem 31. Dezember und dem 2. Jänner sowie zwischen dem Karsamstag und dem Ostermontag kommt es bei der Luftgütemessstelle beim Eurospar bzw. bei der Mittelschule am Schillerplatz zu deutlich erhöhten Feinstaubwerten. Diese sollten an maximal 25 Tagen die Grenze von 50 μg/m³ überschreiten.

Die Grünen und die SPÖ wandten sich heuer vor dem Jahreswechsel an den Bürgermeister und ersuchten ihn, keine Ausnahmegenehmigung zu Silvester zu erteilen. Diesem Ersuchen kam Bürgermeister Jost dieses Mal dankenswerterweise nach. Die Folge war jedenfalls, dass die Feinstaubwerte bei der Messstelle den niedrigsten Wert, seit dort gemessen wird (2006/2007), erreichten. Der Wert ist trotzdem noch immer über dem Grenzwert, allerdings nicht 24 Stunden lang. 

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